Wer wir sind

Psychoonkologische Betreuung für Kinder krebskranker Eltern

Verein Projekt Schmetterling e.V. setzt sich für eine individuelle und ganzheitliche psychoonkologische Betreuung von Kindern krebskranker Eltern in Hessen ein. Im Fokus steht dabei die Bündelung unterschiedlicher psychoonkologischer Behandlungsmöglichkeiten im Sinne des Krebspatienten und dessen Kind(ern). Aktuell haben nur wenige Kliniken und ambulante Behandlungsstellen die Ressourcen, Krebspatienten und ihre Kinder in der notwendigen Tiefe zu betreuen, da diese Art der Betreuung meist nicht von den Krankenkassen getragen wird.

Durch seine finanzielle Förderung wird der Verein den Anstoß zur Entwicklung stabiler integrierter Versorgungsstrukturen geben, die Weiterbildung von Psychoonkologen unterstützen sowie die Aufklärung über die Notwendigkeit psychoonkologischer Betreuung von Kindern krebskranker Eltern forcieren.

Wenn Eltern an Krebs erkranken, nehmen die Krankheit und die damit verbundenen Sorgen und Ängste sie so sehr ein, dass sie unsicher sind, wie die Krebskrankheit auch ihre Kinder belasten kann. Oder aber die Sorge um die Reaktion der Kinder auf die Krankheit ist so groß, dass der Heilungsprozess der Eltern beeinflusst und behindert wird. Der Schmetterling setzt sich für eine individuelle und ganzheitliche psychoonkologische Betreuung ein, die Eltern frühzeitig erläutert, in wie weit ihre Krebserkrankung auch bei ihren Kindern Fragen, Sorgen, Ängste, Schuldgefühle oder sogar Wut auslösen kann.

Die vom Verein geförderten psychoonkologischen Betreuungsprojekte erklären krebskranken Eltern, wie sie mit ihren Kindern über die Krankheit, die Therapie und mögliche Therapiefolgen sprechen können und geben Empfehlungen für den Umgang mit den Gefühlen der Kinder. Somit wird den Kindern frühzeitig geholfen und ihre seelische Belastung minimiert. Der ganzheitliche Betreuungsansatz garantiert auch, dass Kinder alleine oder zusammen mit ihren Eltern psychoonkologisch betreut werden können – angepasst an die Bedürfnisse und Wünsche der Familie. Psychoonkologen werden eine Lotsenfunktion übernehmen und je nach Belastungsgrad der Kinder eine individuelle und weiterführende psychoonkologische Betreuung und/oder Therapie vorschlagen und initiieren sowie ggf. Überweisungen an spezialisierte Einrichtungen vornehmen.

Generationen integrierender Ansatz:

  • Dieser ganzheitliche psychoonkologische Betreuungsansatz unterstützt explizit alle Generationen der Familie, denn auch die Krebserkrankung der Großeltern löst bei Kindern Ängste und Sorgen aus.
  • Es werden alle Altersgruppen von Kindern unterstützt und die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen werden entsprechend berücksichtigt.

 Welche Fragen und Themen beschäftigen Kinder und Eltern:

  • Wie sollen wir miteinander umgehen?
  • Wie darf ich mit meinen krebskranken Eltern reden? Darf ich alles fragen? Darf ich ihnen sagen, dass ich Angst habe?
  • Wie soll ich mit meinen Kindern über die Krankheit reden? Darf/soll ich ihnen alles sagen? Auf was muss ich achten?
  • Kinder und Eltern fragen sich, wie wird die Krankheit ihre Zukunft beeinflussen; was ändert sich im Alltag.
  • Wenn die Mutter an Brustkrebs erkrankt, dann fragt sich die Tochter, ob das bedeutet, dass auch sie Brustkrebs bekommt.
  • Der Enkelsohn fragt sich, ob er genau wie sein Großvater auch an Prostata-Krebs erkranken wird.

Förderungsvoraussetzung:

  • Es werden Einrichtungen gefördert, die die vom Verein definierten Anforderungen zur Umsetzung eines individuellen und ganzheitlichen psychoonkologischen Betreuungsansatzes erfüllen.
  • Der Verein wird alle zu fördernden Einrichtungen besuchen und prüfen, ob sie die inhaltlichen und organisatorischen Ziele erfüllen können.
  • Je nach Einrichtung wird eine Teilförderung oder Anschubfinanzierung durch einen Fördervertrag vereinbart.

Förderungsunterstützung durch Politik und Krankenkassen:

  • Der Verein wird proaktiv den Dialog mit der Landespolitik und den Krankenkassen suchen und eine kontinuierliche Weiterförderung initiieren.
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